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23 - 26. X. 2008 SCHUTZ OPERATIVEN GIPFELTREFFEN- POLEN
Vom 23. bis 26. Oktober fand im E.S.A. TRANING CENTER ein Seminar für Sicherheitsdienstanbieter. Die Hauptdevise war die Vorstellung eigener Arbeitsprozeduren, um gemeinsame Schutzeinsätze auf dem Gebiet der Europäischen Union durchzuführen.
Das Seminar war der Anfang eines speziellen Schulungsblocks, der die Sicherheitsdienste auf die Arbeit bei den VIPs während EURO 2012 vorbereitet. An diesem Seminar nahmen Sicherheitsdienstanbieter aus über zehn Ländern, u. a. aus Frankreich, Österreich, der Schweiz, Belgien, Italien, Litauen, Finnland, Deutschland, Neuseeland teil. Die aufgegriffene Thematik umfasste sechs Hauptschulungsströmungen aus dem Bereich der VIP-Schutztechniken.
Die erste davon ist taktisches Training, zu dem Fragenkomplexe gehören, die mit Schutztechniken verbunden sind, die in der Angriffssituation zum Einsatz kommen, das Verhalten einzelner Leibwächter sowie die Arbeitstechnik mit Schusswaffen. Die Leibwächter lernten die Arbeit mit Pistolen mit Schaft (extension) kennen. Praktische Übungen wurden durch einen Vortrag des Ausbilders – DEP-Security Operators – ergänzt, der sich mit internationalen Einsätzen beschäftigt, zum Thema ADVANCE WORK Handlungen im Personenschutz.
Der zweite Themenblock umfasste das Schiesstraining mit Einsatz der Optionalausrüstung für Pistolen d. h. – Laser-Zielmarkierer, taktische Beleuchtung, Tritium-Lichtleitfaser-Zielvorrichtungen, Kolben, verlängerte Magazine… Durchgeführt im Schiessstand, mit Sonderzielscheiben, in einem Raum, in dem die Ziellinie durch eine Menschenmengensimulation und eingeschränkte Sicht gestört wird. Ein Bestandteil dieses Trainings war die Ausbildungsvorführung der E.S.A.-Ausbilder sowie der Beständigkeitstest der kugelsicheren Westen.
Das dritte Schulungssegment befasste sich mit dem Einsatz der paramedizinischen Techniken, beginnend mit dem beim Schutz eingesetzten, medizinischen Rettungsequipment und taktischen Paket, bis hin zur Anwendung von Prozeduren sowie praktischen Rettungsübungen. Der Schlüsselpunkt der Schulung war die Präsentation einer simulierten Rettungshandlung während der taktischen Aufgabenübung.
Anschließend haben die Leibwächter die Möglichkeit bekommen, die Fahrmöglichkeiten sowie Verhaltensweisen zu überprüfen, die während der Fahrt mit einem Schutzfahrzeug vorkommen. Die Übungen wurden mithilfe folgender Fahrzeugen durchgeführt: Porsche Cayenne, BMW X5, Mercedes ML. Zusätzlich wurden Aspekte angesprochen, die mit dem Einsatz der Geländewagen Toyota LC bei der Ausführung von HR zusammenhängen.
Ein weiterer Punkt des Treffens war die Vorführung und Präsentation der BAS-Techniken als eine alternative Reaktionsweise bei Gefahr. Der Nahkampf und das Ergreifen von Eingriffsmaßnahmen wurden als ein Element präsentiert, das eine große Verstärkung bildet und die körperliche Leistungsfähigkeit der Leibwächter steigert. Eine große Ehre für die Seminarteilnehmer war es, dass die Bestandteile des Systems persönlich von seinem Schöpfer, Dr. Andrzej Bryl, gezeigt wurden.
Den Abschluss des Seminars bildete der Vortrag über gesetzliche Lösungen, die in Ländern der Europäischen Union angewendet werden, sowie über internationales Recht in Hinsicht auf den Schusswaffengebrauch, Arbeit im Personenschutz, Möglichkeiten des Rechtsschutzes und den Einsatz direkter Zwangsmittel. Der Vortrag wurde durch eine Präsentation mit realen Schusskontaktsituationen unterstützt.
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